Alfred Dreyfus : L’honneur d’un patriote PDF

Alfred Dreyfus war der neunte und jüngste Sohn eines jüdischen Mülhausener Textilunternehmers, der seine Karriere als Hausierer begann. 1878 die Aufnahmeprüfung zur traditionsreichen Alfred Dreyfus : L’honneur d’un patriote PDF polytechnique, die damals hauptsächlich technische Offiziere, z. Tochter eines wohlhabenden Diamantenhändlers und Schwester des Mathematikers Jacques Salomon Hadamard. 1893 wurde Dreyfus, inzwischen zum Hauptmann befördert, zum Generalstab versetzt.


Des milliers de livres existent sur l’affaire à laquelle Alfred Dreyfus a donné son nom, mais nul n’a jamais écrit sa biographie. Curieuse, troublante lacune… Ne fallait-il pas montrer le rôle éminent que cette figure ignorée, déformée (quasi niée jusque chez une partie des dreyfusards), a joué dans le combat pour la vérité et la justice ? Certes Lazare, Zola, Péguy, Jaurès, Clemenceau et d’autres ont été nécessaires, mais sans le concours actif du principal intéressé (et de sa famille), y aurait-il eu seulement une affaire ? Un condamné qui se fût abandonné, qui eût capitulé devant la souffrance morale et physique, qui se fût résigné à l’injustice, qui eût cru qu’il suffisait de se draper de son innocence eût forcément échoué devant l’acharnement, la duplicité, la perversité d’adversaires déterminés à perdre un juif, un intellectuel, un officier qui s’était voulu le parangon des cadres dont une armée rénovée aurait besoin en cette aube du XXe siècle. C’est Dreyfus et nul autre qui a rendu possible le combat pour la justice, il s’en est fait un devoir et un honneur. Le devoir de l’histoire consiste à le sortir de l’oubli et du mensonge pour révéler l’homme, ses actes et son patriotisme. C’est aussi un devoir de justice.

Oktober wurde er in das Dienstzimmer des Generalstabschefs bestellt, aufgefordert, nach Diktat einzelne Worte und Satzfetzen zu schreiben, und anschließend verhaftet. Oktober waren Voruntersuchungen abgeschlossen, einen Tag später wurde Dreyfus bereits in der Presse als Verräter genannt. November wurde er vor einem Kriegsgericht in Rennes wegen Landesverrats angeklagt. Dreyfus, der vergeblich seine Unschuld beteuert hatte, wurde am 22. Dezember 1894 mit einstimmigem Richtervotum für schuldig befunden und zu lebenslanger Verbannung und Haft verurteilt.

Die Hafterleichterungen, die man ihm in Aussicht stellte, sollte er seine Spionage gestehen, lehnte er ab. Januar 1895 beschloss die französische Abgeordnetenkammer Dreyfus’ Verbannung auf die Teufelsinsel in Französisch-Guayana. Die dortigen Haftbedingungen waren so schwerwiegend, dass Verurteilte nur sehr selten nach Französisch-Guayana verschickt wurden. Ohne die Familie im Vorfeld zu informieren, begann die Reise von Alfred Dreyfus in die Verbannung am frühen Morgen des 17. Er wurde zunächst mit dem Zug nach La Rochelle gebracht.

Dreyfus verließ die Île de Ré am 21. Februar und kam auf der Teufelsinsel am 13. Er war der einzige Inhaftierte auf der Insel. Seine Haftbedingungen waren zunächst verhältnismäßig glimpflich. Zum Beispiel durfte er täglich ein paar hundert Meter spazieren gehen. Nachts wurde er in einer vier Quadratmeter großen Hütte eingesperrt. Dreyfus erhielt Briefe seiner Familie und durfte ihr auch schreiben.

Die Korrespondenz mit der Familie unterlag jedoch strenger Zensur. Die Briefe seiner Frau erhielt Dreyfus nur in Abschrift, damit sie ihm keine geheimen Botschaften übermitteln konnte. Nicht angesprochen werden durfte in den Briefen das Aufsehen, das sein Fall in Frankreich zunehmend erregte, so dass Dreyfus bis zu seiner Rückkehr 1899 zum zweiten Prozess darüber in Unkenntnis blieb. Dank der Hartnäckigkeit von Angehörigen, vor allem seines älteren Bruders Mathieu, der von der Unschuld Dreyfus’ überzeugt war und diverse Persönlichkeiten aus Politik und Presse für den Fall interessierte, verschwand dieser nicht in der Versenkung. Januar umgehend freigesprochen wurde, reagierten viele Personen mit Empörung. Nachdem der Justizminister zwei Gesuche von Dreyfus’ Ehefrau Lucie im Juli und im September 1898 noch abgelehnt bzw. Kommission überwiesen hatte, beschloss die Regierung schließlich doch zu handeln.

Ende September wurde der französische Kassationsgerichtshof mit einer Revision des Verfahrens von 1894 beauftragt. Nach dem Wahlsieg der Linken 1902 begann unter den veränderten politischen Umständen eine neuerliche Diskussion um seinen Fall. Schließlich kam es zu einer Revision auch des letzten Prozesses durch das Kassationsgericht. Das Urteil wurde aufgehoben und Dreyfus am 12.

Als 1908 die Asche des 1902 verstorbenen Zola mit einem Ehrengeleit, dem Dreyfus angehörte, in den französischen Ruhmestempel, das Pariser Panthéon, überführt wurde, verübte ein Anti-Dreyfusard aus der Menge ein Pistolenattentat auf ihn. Nach Beginn des Ersten Weltkrieges ließ Dreyfus sich reaktivieren, stand an der Front und wurde zum Oberstleutnant befördert. Mit diesem Rang schied er bei Kriegsende aus der Armee. Dreyfus starb 1935 in Paris an einem Herzinfarkt.

Er wurde auf dem Friedhof Montparnasse in Paris beigesetzt. Seine Enkelin Madeleine Levy wurde später während des Zweiten Weltkriegs als Jüdin nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Seine Ehefrau Lucie überlebte den Holocaust und starb kurz nach der Befreiung in Paris. Theodor Herzl, der 1895 als Korrespondent der Neuen Freien Presse Dreyfus’ Degradierung miterlebt hatte, schrieb unter dem Eindruck des Prozesses sein Buch Der Judenstaat.

Februar 1896, noch bevor vom 29. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Dreyfus nach und nach zu einer Art Ikone der Republik stilisiert. Seit 1988 hat er ein Denkmal im Jardin des Tuileries. An seinem Wohnhaus ist eine Gedenkplakette angebracht. Zu der verschiedentlich vorgeschlagenen Überführung von Dreyfus’ sterblichen Überresten in das Panthéon kam es bisher nicht. Bereits 1913 griff Roger Martin du Gard, der spätere Literaturnobelpreisträger von 1937, die Dreyfus-Affäre auf. In seinem Roman Jean Barois beschreibt er u.